Apr 24

Pisa-Ergebnisse nicht aussagekräftig

England hatte im Juli 2016 ganze 41 Millionen £ für 8.000 Grundschulen in Großbritannien zur Verfügung gestellt. Doch damit sollten nicht etwa zusätzliche Lehrer eingestellt werden, sondern den Schulen ermöglicht werden, Mathematik-Lehrmethoden zu übernehmen, die in Shanghai oder Singapur üblich sind. Auslöser hierfür waren die Pisa-Ergebnisse von 2012, in denen die Mathematik-Fähigkeiten von 15-jährigen Schülern verschiedener Länder und Regionen miteinander verglichen wurden. Die hier ermittelten Leistungspunkte wurden zu einer Rangliste geordnet, Deren sieben Spitzenreiter Shanghai, Singapur, Hongkong, Taiwan, Südkorea, Macau und Japan waren. Erreichen die eigenen Landsleute in einer Rangliste nicht die vorderen Plätze, erscheint die zuständige Struktur reformbedürftig.

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Apr 23

Bundesverfassungsgericht kippt Grundsteuer

Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts lässt nur wenig Gutes am aktuellen System der Grundsteuer, da ihre Höhe abhängig von Wertannahmen, die zum Teil älter als 80 Jahre sind abhängt. Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts hat der Gesetzgeber nun noch bis Ende 2019 Zeit, eine neue Regel zu entwickeln, die jedoch bereits fünf Jahre später verwirklicht sein muss. Fraglich ist jedoch, wie die Werte künftig berechnet werden sollen.

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Apr 20

Neuartiger Stift erkennt Tumorgewebe

Mit einem stiftartigen Gerät namens MasSpec Pen können Ärzte künftig innerhalb von wenigen Sekunden Tumorgewebe von gesundem Gewebe unterscheiden. Gerade während einer Operation ist diese schnelle Gewebeuntersuchung wertvoll. Per Massenspektrometrie analysiert der Stift die Areale ohne dabei Gewebe zu schädigen. Dabei wird die Masse von Molekülen bestimmt. In Tests konnte der Stift vier Tumorarten mit einer Zuverlässigkeit von mehr als 96 Prozent erkennen.

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Apr 17

Keine Verbeamtung bei Zweifeln über Verfassungstreue

Obwohl ein angehender Lehrer erst Politikwissenschaften, später Sozialkunde, Deutsch, Geschichte und Sport auf Lehramt studiert und schließlich das erste Staatsexamen abgelegt hatte, erhielt er wenige Tage bevor er im September als Beamter auf Widerruf vereidigt werden sollte eine E-Mail von der Regierung, in der seine Vereidigung aufgrund von Zweifeln an seiner Verfassungstreue abgesagt wurde.

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Apr 16

Mehr Organspender durch Widerspruchslösung

Weil die Zahl der Organspender seit Jahren rückläufig ist, wurden im Koalitionsvertrag organisatorische Verbesserungen in den Kliniken verabredet. Dies ist jedoch der Bundesärztekammer noch nicht genug und fordert einen Systemwechsel. So soll nicht mehr ein Spenderausweis sondern eine Widerspruchslösung für mehr Organspender sorgen. Die Widerspruchslösung besagt, dass die Zustimmung zur Organspende gegeben ist, solange ihr nicht ausdrücklich widersprochen wird. Ein solches System unterstützen zwar führende Gesundheitspolitiker der Koalition, aber aus den Fraktionen regt sich auch Widerspruch.

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Apr 13

Weitere Verzögerungen bei Einführung der E-Patientenakte

Wegen Lieferschwierigkeiten der Industrie wird der ohnehin schleppende Aufbau der digitalen Kommunikation im Gesundheitswesen noch länger dauern und teurer werden als bisher bekannt. Die Frist zur Ausstattung der Praxen mit der Telematikinfrastruktur müsse daher verlängert werden, verlangte ein Vorstandsmitglied der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). Auch hinsichtlich der Kostenerstattung müsse noch einmal verhandelt werden, schließlich dürften die niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten nicht die Probleme ausbaden müssen, die der Markt verursacht habe.

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Apr 12

Mietergruppe schnappt Investor Objekt weg

Als im März 2016 die Mieter in Berlin zufällig erfuhren, dass ihr Haus an einen Investor verkauft werden soll, fürchteten sie das Schicksal vieler Berliner Mieter teilen zu müssen: Sanierung, Mieterhöhung, Verdrängung. Wenige Monate später konnten sie jedoch mit einem Kaufvertrag über 2,6 Millionen Euro dem Investor ihr Haus wegschnappen, ohne jegliches Startkapital.

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Apr 11

Bald steigende Zinsen für Immobilienerwerb

Viele Mieter, die derzeit eine Immobilie kaufen möchten, können sich trotz der Niedrigzinsen den Kauf nicht leisten. In vielen Regionen sind die Preise für eine Immobilie so gestiegen, dass das Gehalt und das Ersparte nicht reichen. Auf Anraten des Instituts der Deutschen Wirtschaft Köln (IW) sollte ein Haushalt 20 bis 30 Prozent des Kaufpreises angespart haben, um eine Immobilie zu erwerben, doch dies schaffen derzeit nur elf Prozent der Mieter. Folglich stagniere die Eigentumsquote hierzulande trotz des Immobilienbooms und billigen Baugelds bei etwa 45 Prozent, beschreibt das IW die aktuelle Lage.

 

Nun heißt es in vielen Analysen und Marktberichten auch noch, dass die Zeit der extrem günstigen Baudarlehen dem Ende zu gingen. Dabei hängt es von verschiedenen Faktoren ab, wie stark die Bauzinsen tatsächlich steigen. Ein Faktor ist beispielsweise der Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB), der jedoch noch immer bei null Prozent liegt, was nach Ansicht vieler Analysten auch erst einmal so bleiben wird. Aber auch der Anleihenmarkt beeinflusst die Zinsen, denn Banken, die Baugeld verleihen, finanzieren sich in der Regel über Pfandbriefe. Die Verzinsung der Pfandbriefe wiederum orientiert sich auch an den Renditen der Bundesanleihen. Sind die Zinsen für Staatsanleihen und Pfandbriefe niedrig, können sich die Banken besser refinanzieren. Diesen Vorteil geben sie an die Kunden über niedrige Bauzinsen weiter.

 

Doch in den vergangenen Monaten haben die Zinsen für Anleihen angezogen, was Fachleute auf die wachsende Weltwirtschaft und einen Aufschwung in der Euro-Zone zurückführen. Auch Spekulationen, dass die EZB ihr Kaufprogramm für Anleihen weiter straffen könnte, führten zum Zinsaufschwung.  So rechnet die Bausparkasse Schwäbisch Hall, mit leicht steigenden Bauzinsen für dieses Jahr und die Deutschen Bank von einem Zinssatz von zwei Prozent bis Ende 2018. Dennoch geht Finanzprofessor Klaus Fleischer von der Hochschule München davon aus, dass die Bauzinsen vorerst eher stabil bleiben werden.

 

Dennoch sollten Kaufwillige und Bauherren den Markt genau beobachten, denn die KfW will demnächst einige Konditionen verändern. So will die bundeseigene Förderbank ab Mitte April bei den Kreditfinanzierungen für energieeffiziente Neubauten keine 20-jährige Laufzeit mehr anbieten und kürzt zudem die bereitstellungsprovisionsfreie Zeit von zwölf auf sechs Monate. Sondertilgungen werden nicht mehr zugelassen.

Apr 09

Immer mehr Finanzbeamte wechseln in die Wirtschaft

Hanno Berger ist als teuerster Aussteiger aus der deutschen Finanzverwaltung bekannt. Er hatte mehr als zehn Jahre beim Finanzamt Frankfurt gearbeitet, prüfte Banken, arbeitete sich zum Regierungsdirektor empor. Weil er jedoch mehr Geld verdienen wollte, verließ er den Staatsdienst und begann bei einer Rechtsanwaltskanzlei zu arbeiten. Dort nutzte er seine tiefen Einblicke in tatsächlichen und vermeintlichen Steuerschlupflöcher und strickte seitdem gewagte Anlagemodelle für reiche Anleger.

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Apr 06

Auch Büroflächen werden nun Mangelware

In den letzten Jahren war vor allem die Wohnungsknappheit in den Ballungszentren und die damit verbundenen rasanten Miet- und Kaufpreissteigerungen ein großes Thema auf dem Immobilienmarkt. Obwohl schon dieses Problem noch lange nicht gelöst ist, werden nun Büroflächen in den Städten zunehmend knapp. Dies stellt vor allem Unternehmen, die eigentlich gerne wachsen würden, vor Herausforderungen.

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