Okt 25

Stau in Deutschlands Notaufnahmen

In Deutschlands Notaufnahmen geht es immer öfter ruppig zu. Die Belastung der Mediziner steigt, die Zahl der Patienten auch. Die Stimmung ist angespannt. Früher hatten Patienten nachts oder am Wochenende den Hausarzt angerufen, wenn sie Hilfe brauchten. Heute gibt die Mehrheit der Befragten in einer aktuellen Umfrage der Kassenärztlichen Bundesvereinigung an, das Angebot der Notfallpraxen oder die Telefonnummer 116 117 überhaupt nicht zu kennen. Außerdem ist die Wahl des richtigen Ansprechpartners kompliziert: Notarzt oder ärztlicher Notdienst? Notaufnahme oder Bereitschaftsdienst der kassenärztlichen Vereinigungen? Daher sucht knapp die Hälfte der Befragten Hilfe im Krankenhaus, ein Viertel ruft den Rettungsdienst, der die Patienten dann wiederum in die Notaufnahme bringt.

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Okt 24

Datenbrillen für Feuerwehrmänner und Polizisten der Zukunft

Die Feuerwehr wird in der Zukunft digital ausgestattet werden. Beispielsweise mit einer großen Brille, die mit modernster Technik, Kameras und Sensoren ausgestattet ist, die sogar Handbewegungen erfassen. Mit dieser Brille können Bilder einer Drohne gesehen werden, die beispielsweise über einem Flammenmeer kreist. Mit einer Handbewegung kann die Brille auch die Gesundheitsdaten der Kollegen anzeigen und sogar die Entfernung zusätzlicher Einsatzkräfte kann damit berechnet werden. Motorola Solutions in Berlin zeigt, wie Einsatzkräfte künftig Feuer und Kriminalität bekämpfen können. Nach eigenen Angaben soll es 2020 mehr digitale Assistenten als Menschen geben. Auch die öffentliche Sicherheit müsse sich an diese neue Umwelt anpassen. So sollen bald Maschinen den Menschen helfen, bessere Entscheidungen zu treffen. Dies könnte mit einem intelligent vernetzten Feuerwehrmann erfolgen, der durch die Vernetzung von Sensoren, Kameras und Gesundheitsdaten seine Einsätze sicherer durchführen kann. Mit der Augmented-Reality-Technologie, die durch smarte Datenbrillen das eigene Blickfeld um nützliche Informationen erweitern soll, und einer Vielzahl von Sensoren, soll dies erreicht werden.

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Okt 23

Enteignung als Lösung gegen die Krise

Als die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in Basel („Notenbank der Notenbanken“) die Finanzkrise vorhersagte und vor den Folgen der Politik des billigen Geldes warnte, nahmen die anderen Banken und die Politik die Mahnung nicht ernst. Auch heute warnt die vor den Folgen der Politik zu billigen Geldes. So wachsen die Schulden weltweit noch schneller als vor der Krise 2008, Blasen an den Finanzmärkten sind unübersehbar und niemand macht sich deswegen große Sorgen. Es werden angesichts der tiefen Zinsen noch immer Aktien und andere Vermögenswerte gekauft.

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Okt 20

Sinkende Erträge für private Vermieter

Schätzungsweise 60 Prozent aller Mietwohnungen in Deutschland werden von Privatpersonen vermietet. So halten 3,9 Millionen private Haushalte rund 15 Millionen Mietwohnungen. Die meisten dieser Wohnungen sind weder Mietskasernen noch Plattenbauten und auch Mieterhöhungen werden nach einer Studie von 2015 des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung seltener durchgeführt als bei den Konzernprofis. In der aktuellen Untersuchung der Marktforscher vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW), die vom Hauseigentümerverbandes Haus & Grund beauftragt wurde, konnte festgestellt werden, dass nicht nur die Reichen Wohnungen oder Häuser vermieten, sondern alle Einkommensschichten. So vermieten 21 Prozent im obersten Einkommensfünftel und selbst im untersten Einkommensfünftel sind immer noch fast sechs Prozent Vermieter.

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Okt 18

Kaminöfen leisten nur geringen Klimaschutzbeitrag

 

Schon seit rund 400 000 Jahren zünden Menschen systematisch Holz an, um sich an den heißen Flammen zu wärmen und zu kochen, um Feuerrituale abzuhalten oder Fleisch zu grillen. Das echte Feuer im Wohnzimmer vieler Menschen scheint trotz Fußbodenheizung und Elektroherd noch immer unverzichtbar zu sein. Das freut besonders die Kaminöfen-Hersteller. In Deutschland gibt es bereits mehr als 15 Millionen Feuerstellen und Holzheizanlagen, wovon ca. jeder vierte Haushalt Scheitholz, Hackschnitzel oder Holzpellets verheizt. Doch diese steigende Liebe zum Feuer hat auch negative Folgen für die Umwelt. So werden aktuell in Deutschland laut einer Studie der Universität Hamburg jährlich fast genauso viel Holz und Holzprodukte zur Erzeugung von Energie verbrannt, wie laut Bundeswaldinventur im deutschen Wald geerntet wird. Außerdem ist der Rauch aus den privaten Kaminen teilweise schädlicher als die Abgase des gesamten Straßenverkehrs. So liegen nach Berechnungen des Umweltbundesamtes die Emissionen aller „Kleinfeuerungsanlagen“ zeitweise über den Gesamtemissionen der Autos. Dabei ist Holz eigentlich das nachhaltigste Heizmaterial überhaupt, denn es regeneriert sich von selbst. Allerdings ist die Klimabilanz nur dann positiv, so lange weniger Holz verbraucht wird als nachwächst.

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Okt 17

Deutschlands Viertklässler schlechter in Mathe und Deutsch

Ausgerechnet Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) musste die Ergebnisse des Bildungstrends 2016 vorstellen. In dem Bundesland der aktuellen Vorsitzenden der Kultusministerkonferenz verschlechterten sich die Leistungen der Viertklässler in Mathematik und Deutsch seit 2011 deutlich. Doch auch in den anderen Bundesländern gibt es keinen Grund zur Freude. In den Deutsch-Teilbereichen Zuhören und Orthografie sowie in Mathematik haben sich die Viertklässler seit der letzten Erhebung 2011 im Durchschnitt verschlechtert, nur im Teilbereich Lesen sind die Leistungen ungefähr auf gleichem Niveau verblieben.

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Okt 16

Steuerzahlerbund: Kostenlawine durch vergrößerten Bundestag

Im neuen Schwarzbuch vom Bund der Steuerzahler sind wieder zahlreiche Staatsausgaben aufgelistet, bei denen Deutschland aus seiner Sicht Steuergelder verschwendet. Im Bericht sind mehr als 118 Fälle von Steuerverschwendung durch Fehlplanungen, Nachlässigkeiten oder fragwürdige Projekte aufgeführt. Zwar lasse sich die Verschwendung nicht konkret beziffern, doch insgesamt seien es Milliardenbeträge, erklärt der Verband.

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Okt 13

Lehrer verklagen das Land Niedersachsen wegen Überstunden

Durchschnittlich 53 Stunden arbeiten Lehrer nach einer Studie der Uni Göttingen, obwohl die niedersächsische Arbeitszeitverordnung nur 40 Stunden pro Woche vorsieht. Einige Lehrer arbeiten der Studie zufolge sogar bis zu 70 Stunden wöchentlich. Nun wollen zehn Lehrer ihren Dienstherrn, das Land, verklagen. Die bestehende Arbeitszeitverordnung soll geändert werden, fordert die niedersächsischen Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), die die Grundschullehrer und -Leitungen die bei ihrem Gang vor Gericht unterstützt. Auch Klagen von Gymnasiallehrern sollen noch folgen.

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Okt 12

Höhere Sterblichkeit an Wochenenden im Krankenhaus

Forscher der Medizinischen Universität Graz empfehlen im Fachjournal „Critical Care“, möglichst nicht an einem Wochenende auf eine Intensivstation eingeliefert zu werden. Zu diesen Zeiten sei, zumindest in Österreich, die Wahrscheinlichkeit, während des Klinikaufenthalts zu sterben, höher als an Werktagen. Zwar kann die Studie nicht im Detail klären, weshalb dies so ist, doch mögliche Gründe für diese Art von „Wochenend-Effekt“ könnten die schlechtere personelle Ausstattung und ein höheres Arbeitspensum sein.

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Okt 11

Rund ein Drittel Studienabbrecher im ersten Jahr

Vierzig Prozent der Personen im Alter von 30 bis 34 Jahren sollen im Jahr 2020 über einen Bildungsabschluss verfügen, der über die Sekundärschule hinausgeht, so das längerfristige Ziel der europäischen Wachstums- und Beschäftigungsstrategie. Dieser Wert wurde in Deutschland schon vor knapp zehn Jahren erreicht. Deutschland hat sogar nach dem kürzlich veröffentlichten OECD-Bericht „Bildung auf einen Blick 2017“ im internationalen Vergleich die höchste Absolventenquote im MINT-Bereich. So haben im Jahr 2015 rund 37 Prozent der jungen Hochschulabsolventen in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik studiert. Mit steigenden Studentenzahlen steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass die häufig beklagte „Lücke“ bei den hochqualifizierten MINT-Fachkräften geschlossen werden kann.

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