Feb 20

Bauen in Winter und Übergangszeit – richtige Versicherung unabdingbar

Der Frühling kündigt sich an – noch immer kann es aber Minusgrade geben und die Zeit der Frühlingsstürme kommt. Auf den meisten Baustellen wird wieder gearbeitet – wenn die Arbeit überhaupt unterbrochen war. Die früher obligatorische Winterpause am Bau gibt es dank neuer Materialien, milder Winter und der Ungeduld der Bauherren, die zumeist möglichst schnell in ihr neues Haus einziehen möchten, in aller Regel nicht mehr. Wenn nicht gerade meterhoher Schnee liegt oder die Temperaturen tagelang deutlich unter den Gefrierpunkt sinken, wird gebaut.

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Feb 15

Rechtsirrtümer im Alltag – Teil 2: Restaurant, Straßenverkehr, Strafrecht

Juristische Mythen gibt es in vielen Lebensbereichen. Trotzdem, obwohl Verbraucherschützer immer wieder aufklären, halten sie sich hartnäckig. Hier sind einige Themen, die man kennen sollte, aufgezählt (Nachstehendes ist keine Rechtsberatung, sondern nur eine Aufzählung was Verbraucherschützer sagten. Ohne Gewähr):

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Feb 14

Rechtsirrtümer im Alltag – Teil 1: Einkaufen und Familie

Juristische Mythen gibt es in vielen Lebensbereichen. Trotzdem, obwohl Verbraucherschützer immer wieder aufklären, halten sie sich hartnäckig. Hier sind einige Themen, die man kennen sollte, aufgezählt (Nachstehendes ist keine Rechtsberatung, sondern nur eine Aufzählung was Verbraucherschützer sagten. Ohne Gewähr):

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Feb 13

Das Baukindergeld als Weg in die Darlehensfalle? Tipps zur Immobilienfinanzierung

Von Anfang an war das Projekt „Baukindergeld“, das maßgeblich von CDU/CSU forciert wurde, um junge Familien beim Bau oder Erwerb eines Eigenheims zu unterstützen, Kritik ausgesetzt: Von Parteilichkeit der Politik zugunsten der gehobenen Mittelschicht auf Kosten  der ärmerer Schichten bis zu völliger Ineffizienz in Bezug auf das gesteckte Ziel, die Eigenheimquote in Deutschland zu erhöhen, reichten und reichen die Vorwürfe.

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Feb 06

Grundsteuerreform: Geplante Eckpunkte der Reform stoßen auf Kritik

Im April 2018 erklärte das Bundesverfassungsgericht die derzeitige Regelung der Grundsteuererhebung wegen der völlig veralteten Einheitswerte im Osten aus 1935 und im Westen aus 1964, auf denen die Berechnung basiert, für verfassungswidrig. Viel Zeit ließ das Gericht den Finanzministern von Bund und Ländern nicht, um eine verfassungskonforme Neuregelung zu finden: Bis Ende 2019 muss ein neues Gesetz vorliegen, sonst wird die Grundsteuer ab 2020 ersatzlos gestrichen. Entsprechend hoch ist der Druck auf die politischen Akteure. In der letzten Woche einigten sich der Bundes- und die meisten Länderfinanzminister auf einen Entwurf, der die Eckwerte der Reform umreißt. Dabei hat sich das vom Bundesfinanzminister favorisierte Wertmodell gegen das von einigen Ländern, darunter Bayern, gewünschte Flächenmodell durchgesetzt. Kritik kam umgehend von unterschiedlichen Seiten. Was planen die Minister und woran entzündet sich die Kritik?

Die Grundsteuer betrifft jeden Bürger in Deutschland, der wohnt – ca. 60% entfallen auf Privathaushalte, der Rest auf Gewerbegrundstücke. Sie wird auf ca. 36 Millionen Grundstücke erhoben – Eigentümer selbstgenutzter Immobilien zahlen selbst; Vermieter können sie auf die Mieter umlegen. Für die Neuberechnung soll ein möglichst gerechter realer Wert einer Immobilie ermittelt werden, von dem Grundsteuer erhoben wird. Hierfür sollen drei Faktoren maßgeblich sein:

Die Kaltmieten. Der Bundesfinanzminister hatte ursprünglich die realen Mieten für jede Wohnung für die Berechnung zugrunde legen wollen. Daraufhin gab es einen Aufschrei, weil es einen gigantischen Verwaltungsaufwand bedeutet hätte, diese Daten zu erheben und zu pflegen. Nun soll sich die Berechnung für selbst genutzte und vermietete Immobilien gleichermaßen auf lokale Durchschnittswerte stützen, nämlich gestaffelte Mietstufen auf Basis des Mikrozensus, auf Daten also, die dem Statistischen Bundesamt bereits vorliegen. Dadurch würden moderate Mieten in teuren Wohngegenden, vor allem also Bestandsmieten, teurer, weil die Grundsteuer auf den Durchschnitt der Wohnlage angehoben werden würde. Daher ist die Ausnahme gleich mit vereinbart: Wenn die tatsächlichen Mieten mehr als 30% unter dem Durchschnitt liegen, sollen die realen Mieten angesetzt werden.
Die Bodenrichtwerte. Diese werden regelmäßig erhoben und drücken den Wert einer Fläche aus, abgeleitet aus den realen Kaufpreisen vor Ort. Diese Werte lägen der Verwaltung ebenfalls vor. Offen ist, ob die Bodenrichtwertzonen zu noch größeren Einheiten (Lagen) zusammengefasst würden.
Das Alter der Gebäude soll in die Berechnung des Wertes der Immobilie einfließen; alle Gebäude, die vor 1948 gebaut worden sind, sollen der Einfachheit halber zu einer Kategorie „erbaut vor 1948“ zusammengefasst werden.

Wichtigstes Ziel der Minister ist die Aufkommensneutralität – den Kommunen sollen auch nach der Reform die derzeitigen ca. 14 Mrd. Euro Einnahmen zur Verfügung stehen. Vorschläge, die Grundsteuer komplett zu streichen und den Kommunen diesen am Bundesbudget gemessen nicht sehr hohen Betrag aus der Einkommensteuer zu ersetzen, stoßen bei den Kommunen auf vehemente Ablehnung – aus prinzipiellen Gründen, denn über den Hebesatz hat die Gemeinde die Entscheidungshoheit über die Höhe der Grundsteuer, und weil die Grundsteuer gerade aus diesem Grund ein komfortables und flexibles Instrument für Gemeinden in Geldnot ist, zusätzlich Geld einzunehmen. Mit einer Einkommenssteuerumlage fiele der Spielraum weg.
Befürchtet wird auch, dass der Entwurf, wenn er so umgesetzt wird, den Neubau von Wohnungen unattraktiver macht, weil die Einbeziehung der Mieten diejenigen bestraft, die ihr Grundstück nutzen. Fortgesetzte Bodenspekulation werde so jedenfalls nicht verhindert.

Weiteres Ziel der Reform ist es, das Wohnen in Deutschland nicht noch teurer zu machen. Die Preise für Immobilien und Mieten sind in den letzten Jahren weit über die Inflation hinaus explodiert und kein Politiker möchte, dass sein Name mit noch höheren Mietkosten verbunden wird. Dennoch kann nach bisherigem Stand nicht seriös ausgeschlossen werden, dass es zu Mieterhöhungen kommt – gerade dort, wo das Wohnen sowieso schon teuer ist, nämlich in den gefragten Städten und Ballungsgebieten. Der Bundesfinanzminister möchte die Grundsteuer daher durch niedrigere Steuermesszahl und/oder Hebesatz moderat halten. Auf den Hebesatz hat er aber, wie gesagt, keinen Einfluss – den legen die Kommunen fest und es ist nicht wahrscheinlich, dass sie freiwillig auf diese Einnahmen verzichten.

Umstritten ist der Reformentwurf auch, weil er Vermietern nach wie vor gestattet, die Grundsteuer auf ihre Mieter umzulegen. Unter anderen SPD, Grüne und der Deutsche Mieterbund forderten, die Grundsteuer aus dem Katalog der umlegbaren Kosten herauszunehmen. Ihr Argument: Es handele sich eigentlich um eine Vermögenssteuer, die die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Eigentümer besteuere. Dafür sollten nicht die Mieter herhalten müssen – ohne Ansehen von deren wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit. Die Befürworter des Status Quo, v.a. die Union, argumentieren dagegen, dass die Mieter ja von der Infrastruktur, die die Gemeinde mit der Grundsteuer bezahle, profitierten, außerdem würden Vermieter die Kosten eben auf die Kaltmiete aufschlagen, wenn sie die Grundsteuer nicht mehr umlegen könnten.

Kritik wird an den Entwürfen nicht zuletzt auch deshalb geübt, weil sie, auch in der abgespeckten Form gegenüber dem ursprünglichen Vorschlag des Bundesfinanzministers, einen riesigen bürokratischen Aufwand mit sich bringen würde, der tausende neue Finanzbeamte erfordern würde – von den Steuereinnahmen bliebe letztlich nicht viel übrig. Außerdem berge das Verfahren, Durchschnitte zu bilden, ein immenses Konfliktpotential.
Bis Ostern soll nun ein Gesetzentwurf vorgelegt werden – wenig Zeit, um viele ungeklärte Streitpunkte aus der Welt zu schaffen.

Jan 30

Urlaub 2019 in Großbritannien – was sich durch den Brexit ändert

Der Jahresanfang ist die Zeit, den Jahresurlaub zu planen und zu buchen. Wer in diesem Jahr nach Großbritannien (GB) möchte, muss sich mit den möglichen Folgen des Brexit beschäftigen – derzeit ist ja noch immer weitgehend ungeklärt, wie sich die Beziehungen zur EU nach dem 29. März.2019 gestalten werden. Darauf sollten Reisende sich einstellen:

Einreise:
GB war nie Mitglied des Schengen-Abkommens. Wer einreisen wollte, brauchte daher einen gültigen Pass und musste durch eine Grenzkontrolle. Ob das Land nach dem Brexit eine Visumpflicht einführt, ist offen. Die EU schlägt vor, dass GB die gängige Praxis vieler Nicht-EU-Staaten übernimmt, Touristen für 90 Tage auch ohne Visum ins Land zu lassen. Tut GB das, würde im Gegenzug das Gleiche für Briten bei der Einreise in die EU gelten. Geklärt ist das Procedere bislang nicht.

Flug-, Bahn-, Bus-, Schiffsgastrechte; Pauschalreisen; Führerschein und Haftpflicht:
Die Fluggastrechte, die EU-Bürgern z.B. bei Flugverspätung oder -ausfall zustehen, gelten, sofern GB auch den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) verlässt, nur noch eingeschränkt, nämlich dann, wenn der Flug in der EU startet oder die Fluggesellschaft ihren Sitz in der EU hat. Die britische Regierung hat aber signalisiert, dass die Rechte auch bei Starts in GB bestehen bleiben sollen. Unklar ist derzeit auch, ob es nach dem Brexit noch alle derzeitigen Flugverbindungen geben wird, obwohl die EU-Kommission im Dezember einen Notfallplan präsentiert hat, nach dem britische Fluggesellschaften zumindest vorübergehend weiter in der EU fliegen dürfen sollen.
Für die Fahrgastrechte von Reisenden, die mit der Eisenbahn nach GB fahren, hat die britische Regierung angekündigt, die EU-Regeln zu Bahnfahrgastrecht in britisches Recht zu übernehmen. Diese würden dann auch für Fahrten in GB oder von GB in die EU gelten. – Auch die EU-Regeln für das Reisen mit Fernbussen sollen in britisches Recht übernommen werden. Sie würden dann auch nach dem Brexit für Fahrten zwischen der EU und GB gelten, sofern die Fahrstrecke mindestens 250 km beträgt. Ebenso sollen die EU-Regeln für Fährreisende und Kreuzfahrten in britisches Recht übernommen werden und damit nach dem Brexit weiter gelten. Die EU-Richtlinie für Pauschalreisen ist bereits in britisches Recht umgesetzt worden.
Der europäische Führerschein soll auch nach dem Brexit in GB anerkannt werden, wenn er gültig und der Fahrer nicht älter als 70 Jahre ist. – Hat man in GB einen Autounfall, gilt die Internationale Versicherungskarte für den Kraftverkehr (Grüne Karte) als Nachweis, dass Haftpflicht-Versicherungsschutz besteht. Da dies ein internationales Abkommen ist, wird erwartet, dass der Brexit nichts ändert.

Geld:
Das britische Pfund bleibt erhalten; weil der Kurs zum Euro stark gesunken ist, ist der Urlaub in GB derzeit für EU-Bürger vergleichsweise günstig. Möglich wäre es, dass GB in Zukunft Bargeldobergrenzen einführt oder dass sich die Vorschriften zur Anmeldung von Bargeld ändern. Dazu ist derzeit nichts bekannt. Das europäische SEPA-System, mit dem Überweisungen und Lastschriften abgewickelt werden, galt bisher auch für GB. Es wird nicht erwartet, dass GB sich aus diesem System zurück zieht. – Bei der Zahlung mit Kreditkarte dürfen laut einer EU-Regelung keine Zusatzgebühren anfallen. Nach dem Brexit könnte sich das wieder ändern.

Gesundheit:
Derzeit gilt die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) auch für GB. Sofern der Arzt dem National Health Service angehört, bekommen EU-Bürger in GB eine medizinische Grundversorgung, die von der Krankenkasse bezahlt wird. Bleibt GB nach dem Brexit Mitglied des EWR, würde die EHIC ihre Gültigkeit behalten. Das ist derzeit aber ganz unsicher. Empfohlen wird daher für Reisen nach GB eine Auslandskrankenversicherung, auch deshalb, weil diese mehr Leistungen bietet, als die EHIC. – Wer privat versichert ist, für den ändert der Brexit in punkto medizinische Versorgung nichts.

Internet, Mobilfunk, etc.
Eine der spürbarsten Verbesserungen für Reisende in der EU war die Abschaffung der Roaming-Gebühren für mobiles Surfen und Telefonieren. Diese Regelung kann nach dem Brexit wegfallen. Ob und wie viel Mobilfunkkunden dann zu zahlen haben, liegt im Ermessen der Telefongesellschaften.

Warenverkehr:
Kommt es zum harten Brexit, bei dem GB aus der Zollunion austritt, wäre duty-free-Shopping wieder möglich. Nach EU-Regelung können Verbraucher Waren für den persönlichen Gebrauch mitbringen, sofern beim Kauf für diese Steuern und Zoll gezahlt worden waren. Dabei gelten 800 Zigaretten oder 10 Liter hochprozentiger Alkohol als persönlicher Bedarf. Diese Mengen könnten für die Einreise nach GB wieder verringert werden auf 200 Zigaretten und 1 Liter Alkohol. Auch Zollkontrollen sind wieder möglich.

Jan 30

Wohnimmobilien – Fördermöglichkeiten 2019. Teil 2: BAFA-Förderung Energetische Optimierung

Das Bundesamt für Wirtschaft und Außenhandelskontrolle (BAFA) ist vor allem dann eine gute Anlaufstelle für Fördermittel, wenn eine energetische Optimierung einer Immobilie geplant ist. Der wichtigste Unterschied zur Förderung durch die KfW ist dabei, dass die KfW i.d.R. Kredite vergibt, das BAFA grundsätzlich nicht rückzahlbare Zuschüsse. Im Rahmen des sog. Marktanreizprogramms (MAP) fördert das BAFA:

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Jan 28

Wohnimmobilien – Fördermöglichkeiten 2019. Teil 1: KfW-Förderung Bau, Erwerb und Sanierung

Wohneigentum bauen oder kaufen, Immobilien sanieren oder energieeffizient herrichten, Einbruchsschutz optimieren: Der Staat fördert Investitionen rund um Wohnimmobilien auch 2019. Besonders bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und dem Bundesamt  für Wirtschaft und Außenhandelskontrolle (BAFA) kann man sich nach günstigen Krediten und Zuschüssen umschauen.
Immer gilt: Geld gibt es auf Antrag. Bei der BAFA stellt man den Antrag direkt; KfW-Anträge werden teils direkt, teils über Banken, Sparkassen oder Versicherungen gestellt. In aller Regel müssen die Anträge vor Beginn der Maßnahmen gestellt sein. – Voraussetzung der Förderung ist zumeist die Einhaltung von Qualitätsstandards, die das jeweilige Förderprogramm vorschreibt. Auch die Einbindung von zertifizierten Energieberatern wird oft verlangt und die Arbeiten müssen von Fachfirmen ausgeführt werden. Manche der rund 50 verschiedenen Förderprogramme sind miteinander kombinierbar, auch zwischen BAFA und KfW, und in einigen Fällen, z.B. der Solarförderung, gibt es zusätzlich regionale Zuschüsse. Es lohnt sich, sich für ein Vorhaben als Basisinformation z.B. auf dem gemeinnützigen Beratungsportal „co2online“ mögliche Kombinationen durchrechnen zu lassen.

Die Förderung durch KfW und BAFA unterscheidet sich grundsätzlich dadurch, dass das BAFA Zuschüsse vergibt, also Finanzspritzen, die nicht zurück gezahlt werden müssen. Die KfW vergibt Zuschüsse zumeist in Verbindung mit besonders zinsgünstigen Darlehen für bestimmte Maßnahmen. – Im Folgenden geben wir einen Überblick über die wichtigsten Förderprogramme.

Immobilien bauen oder erwerben:
KfW Wohneigentumsprogramm 124: Kredit zur Förderung des Kaufs oder Baus eines selbst bewohnten Hauses oder Wohnung, max. 50.000 Euro pro Wohneinheit. – Programm 134 fördert den Erwerb von Genossenschaftsanteilen für selbst genutztes Wohneigentum. – Das Baukindergeld (Programm 424) ist ein Zuschuss für Familien mit Kindern, um selbst genutzten Wohnraum zu finanzieren.

Energieeffizienzhaus kaufen oder erwerben:
KfW-Programm 153 „Energieeffizient bauen“: Kredit bis zu 100.000 Euro pro Wohneinheit (max. Baukosten), wenn ein Energieeffizienzhaus 55, 40 oder 40 Plus gebaut wird. Tilgungszuschüsse von max. 5.000 bis 15.000 Euro (abhängig von der Energieeffizienzklasse des Hauses) gibt die KfW als Bonus, wenn bestimmte Qualitätsstandards erreicht werden. Auch Umwidmung und Ausbau von Nichtwohnflächen zu Wohnflächen (z.B. alte Scheunen) fördert dieses Programm.

Immobilie zum Energieeffizienzhaus sanieren:
KfW-Programm 151 „Energieeffizient sanieren“ – fördert die energetische Sanierung einer Bestandsimmobilie (Bauantrag: vor 2002) zum KfW-Energieeffizienzhaus mit bis zu 100.000 Euro pro Wohneinheit. Auch Einzelmaßnahmen und Maßnahmenpakete werden mit bis zu 50.000 Euro gefördert (Programm 152). Zu den geförderten Maßnahmen gehören z.B. Wärmedämmung von Wänden und Decken, Erneuerung von Fenstern und Außentüren, Optimierung der Heizungsanlage etc. Je nach erreichtem Energieeffizienzstandard gibt es zusätzlich Tilgungszuschüsse bis zu 27.500 Euro; bei Einzelmaßnahmen kann der Zuschuss bis zu 7,5% der Darlehenssumme betragen. – Alternativ zum Programm 151 kann für die Energieeffizienzsanierung über das Programm 430 ein Zuschuss bis zu 30.000 Euro je Wohneinheit beantragt werden. – Begleitet ein professioneller Sachverständiger die Sanierung, kann das Honorar durch Programm 431 mit bis zu 4.000 Euro pro Vorhaben bezuschusst werden.

Einbruchsschutz:
Die KfW-Programme 159 (Kredit) bzw. 455 (Zuschuss) fördern den Einbruchsschutz von Bestandsimmobilien. Darunter fällt z.B. die Nachrüstung mit einbruchhemmenden Fenstern und Außentüren, Alarmanlagen, Außenbeleuchtung oder Videokameras am Eingang. Zuschüsse betragen 20% der Kosten, wobei diese mindestens 500 Euro betragen müssen. Zuschüsse bewegen sich also zwischen 100 und 1500 Euro. Sinnvoll ist es, einbruchhemmende Baumaßnahmen mit Maßnahmen der energetischen Sanierung oder des altersgerechten Umbaus (KfW-Programm 159) zu kombinieren; dann sind die Zuschüsse auch höher. –Bei der Einbruchsicherung bieten viele Bundesländer zusätzlich regionale Fördermöglichkeiten an.

Jan 21

Notwendige Sanierungen sind Pflicht für den Eigentümer

Immobilien werden meistens nach Wunsch des Eigentümers saniert, mittlerweile müssen aber Sanierungen auch dann erfolgen.  Hierbei  geht es oftmals darum, dass das Haus Dritten schaden könnte, z.B. durch herabfallende Dachziegel.

Der Bundesgerichtshof entschied, dass dringende Sanierungen an Gebäuden auch durchgeführt werden müssen.  Sollte der Eigentümer,  oder bei einem Gemeinschaftseigentum der Miteigentümer nicht in der Lage sein die notwendigen Sanierungen durchzuführen, z. B. wegen Geldmangel, müsster er die Wohnung verkaufen, um den Miteigentümern den Beitrag zur Sanierung erstatten zu können. Hier wird vom Bundesgerichtshof kein Kompromiß gemacht. Der Eigentümer ist nämlich dazu verpflichtet Sanierungen durchzuführen. Hierfür gibt es auch keine „Opfergrenze“, die evtl. extrem kostspielige Sanierungen aus dieser Pflicht des Eigentümers heraus hält. Für den Bundesgerichtshof ist jede dringend notwendige Sanierung zumutbar und damit auch Pflicht. Dies bedeutet aber, dass z.B. eine Verschönerung des Hauses keine dringende notwendige Sanierung ist. Als dringend sind nur Sanierungen eingestuft, welche die Sicherheit von Personen gefährden, wenn das Haus an vielen Stellen baufällig wird.

Ist in einem Gemeinschaftshaus  z.B. der Keller feucht und durch Schimmel unbewohnbar, oder die Treppen müssen erneuert werden, da diese schon beginnen zu bröckeln, muss sich jeder Eigentümer daran beteiligen.  Das bedeutet, dass der Schaden nicht in der eigenen Wohnung sein muss, es reicht aus, wenn er im Haus existiert, an Orten die für jeden Eigentümer zugänglich sind. Dies bedeutet dann auch für alle Eigentümer, an den Kosten mitzuwirken und  sich nicht darauf berufen können, dass der Schaden nicht in seiner Wohnung ist oder in seiner Etage vorkommt.

Vor einem Hauskauf sollte man genauestens darauf achten, genügend Kapital beiseite zu legen, um. Mängel  die entstehen beseitigen zu können.  Außerdem sollte man sich vor dem Kauf genauestens über evtl. schon bestehende Mängel informieren, sodass hier auch Nachlässe gefordert werden können, bzw. der jetzige Besitzer diese Mängel vorher beseitigt und dies nicht der neue Käufer tun muss. Deshalb kann der Wert einer Wohnung oder eines Hauses auch stark sinken, wenn wegen starker Mängel und zu wenig Geld verkauft werden muss. Dadurch liegen nämlich die Arbeit und die Kosten bei dem Käufer, der schon das Haus erworben hat und dann nochmals für die Schäden aufkommen muss. Außerdem ist das Haus nicht gleich bewohnbar und es besteht, solange der Schaden noch nicht repariert wurde, auch Verletzungsgefahr nicht nur für den neuen Eigentümer, sondern auch für Dritte, die den Eigentümer wiederrum für entstehende Verletzungenverklagen können. All dies wird in den Wert des Hauses einbezogen was diesen auch stark herabsenken kann, wenn es mit größeren Schäden verkauft wird.

Man sollte vorher gut planen, bevor man eine Wohnung kauft und zusätzlich Geld ansparen, um gegen plötzlich aufkommende Schäden auch vorbereitet zu sein. Außerdem sollte man sich vorher gründlich darüber informieren ob bereits bekannte Schäden vorliegen, um keine Wohnung zu kaufen, die zusätzliche Kosten verursacht und nicht sicher für Dritte ist.

Jan 17

Eigentum statt Miete – laufende Kosten nicht vergessen

Der offensichtlichste Vorteil des Wechsels von der Miete zum Wohneigentum ist der Wegfall der Mietkosten. Auf lange Sicht ist das Wohnen im eigenen Haus oder der eigenen Wohnung tatsächlich günstiger als das Wohnen zur Miete. Zunächst aber sollten Neueigentümer einkalkulieren, dass zu den Kredit- und Darlehenszinsen, die für den Kaufpreis zu entrichten sind, laufende Kosten des Wohneigentums kommen, die in aller Regel höher ausfallen, als sie es von der Betriebskostenabrechnung des Vermieters gewohnt waren. Grund ist, dass ein Vermieter nicht alle Kosten im Zusammenhang mit der Immobilie auf den Mieter umlegen darf; einiges muss der Eigentümer selbst aufbringen.  Zu den wichtigsten laufenden Kosten für eine eigene Immobilie gehören die folgenden:

Betriebskosten: Die meisten Posten hier sind dem ehemaligen Mieter vertraut: Grundsteuer, Energie-, Wasser- und Abwasserkosten, Müllabfuhr, Versicherungen, Schornsteinfeger, Pflege und Reinigung der Außenanlagen, Garten, evtl. Treppenhaus und Gemeinschaftseinrichtungen, evtl. Wartungskosten für den Aufzug gehören beispielsweise dazu.
Zudem gehören zu den Kosten, die der Eigentümer zu tragen hat, Kosten für Gemeinschaftseigentum, z.B. das Dach, Dachboden oder Waschküche, soweit sie allen zugänglich sind, Fassaden, tragende Wände, etc. – diese Kosten hat ein Mieter nicht.

Verwaltungskosten: In größeren Mehrparteienhäusern wird oft ein externer Verwalter damit beauftragt, sich um die Pflege und Organisation der Immobilie zu kümmern. Kleinere Wohneigentümergemeinschaften regeln das zumeist unter sich. Ein Verwalter will jedoch bezahlt sein. Je nach Lage und Vertragsgestaltung können dafür ca. 15-30 Euro pro Wohneinheit und Monat anfallen. Ähnlich den Betriebskostenvorauszahlungen zahlen die Eigentümer einen monatlichen Vorschuss auf die laufenden Kosten, das Hausgeld, an den Hausverwalter, bzw. auf ein separates Konto der Eigentümergemeinschaft.

Instandhaltungskosten: Mieter müssen über Schönheitsreparaturen hinaus in aller Regel keine größeren Reparaturen und Instandhaltungsmaßnahmen zahlen – Ausnahme sind die Mieterhöhungen, die der Vermieter im Zuge einer Modernisierung verlangen kann. Für Eigentümer ist es jedoch sinnvoll, solche Ausgaben von Anfang an einzuplanen und entsprechende Rücklagen zu bilden. Gesetzliche Vorgaben gibt es nur für die Höchstgrenze solcher Rücklagen: Ist das Haus weniger als 22 Jahre alt, maximal 7,10 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche; ist es weniger als 32 Jahre alt, 9,00 Euro pro Quadratmeter und ab einem Alter von 32 Jahren können 11,50 Euro pro Jahr und Quadratmeter zurück gelegt werden. Hat das Haus einen Aufzug, erhöhen sich alle Beträge um 1 Euro pro Quadratmeter. – In Wohneigentümergemeinschaften gibt es oft Streit darüber, wie hoch die Instandhaltungsrücklage sein sollte. Als Käufer sollte man sich darüber informieren, wie die Gemeinschaft finanziell ausgestattet ist – gibt es praktisch keine Rücklagen, steigt die Gefahr, dass im Falle einer größeren Reparatur das Geld nicht reicht und die Eigentümer in einer Sonderumlage zur Kasse gebeten werden. Anhaltspunkte liefern z.B. die Protokolle der Eigentümerversammlungen.

Finanzierungskosten: An den Zins- und Tilgungszahlungen für den Kaufpreis darf der Vermieter den Mieter nicht beteiligen – der Eigentümer trägt sie allein. Das gilt auch für den Fall, das bei einer Anschlussfinanzierung die Kreditkosten viel höher werden als zuvor.

Sonderkosten: Neben den planbaren Renovierungs- und Sanierungskosten können weitere ungeplante Kosten auf den Eigentümer zukommen. Das können Schäden nach Naturereignissen sein, für die die Versicherung nicht zahlt, oder Zahlungen an die Gemeinde, wenn diese z.B. für eine Straßensanierung eine Sanierungsumlage verlangt. – Zahlen muss der Eigentümer schließlich auch, wenn er z.B. einen Altbau kauft und dann erst einmal sanieren muss – hier ist die fachkundige Beratung vor dem Kauf unabdingbar.

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