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Jun 12

Längere Zinsbindung als Indikator für steigende Immobilienzinsen

Sparer dürfen sich Hoffnungen machen, dass sich ihre Lage bald wieder verbessert. Dagegen müssen sich Darlehensnehmer zunehmend Gedanken um steigende Zinsen in Europa machen. Als Indikator für die Sorgen der Immobilienkäufer gilt die Zeit, für die der an die noch Hypothekenzins der Darlehen garantiert ist. Im Frühjahr ist diese Sollzinsbindung auf durchschnittlich 14 Jahre gestiegen. Dies ist das höchste Niveau seit Oktober 2016. Bereits im Februar wählten viele Kreditkunden eine längere Zinsbindung. So verlängerte sich die Zinsbindung von 13 Jahren und drei Monaten auf durchschnittlich 13 Jahren und elf Monaten.

Mit einer längeren Zinsbindung bekommen die Darlehensnehmer umso später den Zinsanstieg zu spüren. Naturgemäß wird dies erst relevant, wenn der Kredit ausläuft und eine Anschlussfinanzierung erfolgen soll. Bis zum Auslaufen des Kredits sind die Kunden an Ihren bisherigen Kreditgeber gebunden, erst danach können Sie den Anbieter in der Regel kostenfrei wechseln. Zwar bietet eine lange Zinsbindung mehr Planungssicherheit, aber sie ist auch mit Risiken verbunden. So war vor einigen Jahren noch undenkbar, dass die Zinsen einmal so stark abfallen würden und dauerhaft niedrig bleiben.

Aktuell müssen derzeit für ein Immobiliendarlehen im Bundesdurchschnitt 1,83 % Zinsen gezahlt werden bei einem festgelegten Zinssatz über 15 Jahre. Am Tiefpunkt im Herbst 2016 waren dies nur noch 1,4 % Zinsen. Dagegen betrugen im Jahr 2008 die Zinsen noch 5,5 %. Bei einer Festschreibung über 20 Jahre würde durchschnittlich ein Zins von rund 2 % anfallen, im Gegensatz zu einer Dauer von fünf Jahren mit nur 1,15 Prozent.

Obwohl zum Jahreswechsel eine gewisse Nervosität auf dem Baukreditmarkt zu beobachten war, nachdem sich die Hypothekenzinsen über Monate hinweg kaum verändert hatten, konnten diese im Dezember bis Februar merklich ansteigen. Doch diese Aufwärtsbewegung wurde im März wieder gebremst.

Als weiterer Indikator für die Stimmung der Verbraucher gilt die Nachfrage nach Forward-Darlehen. Mit dieser Art von Kredit können sich Kunden die aktuellen Konditionen gegen Zahlung einer Gebühr für ein künftiges Hypothekendarlehen sichern. Die Nachfrage nach diesen Krediten sei jedoch von 11,4 auf zuletzt 11,8 Prozent nur leicht gewachsen und daher kein Grund zur Sorge. Dagegen waren diese Darlehen vor etwa einem Jahr, im Februar 2017, mit einem Rekordanteil von 19,8 Prozent so gefragt wie nie zuvor.


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