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Sep 08

Robotertaxi soll ab 2022 in Serie gehen

In der Zukunft könnten Leitstellen selbstfahrende Autos unterstützen, indem sie direkt auf diese Fahrzeuge zugreifen, um Liegenbleiber zu vermeiden. Ein entsprechendes Robotertaxi hat Daimler nun mit der Vision EQ Fortwo bereits jetzt vorgestellt. 2022 soll das Modell in Serie gehen. Auf der Internationalen Automobil Ausstellung in Frankfurt (IAA, 14. bis 24. September) räumt Daimler den Fahrerarbeitsplatz gründlich auf. Sogar der Fahrer verschwindet und wird vom Computer ersetzt.

Als eine der ersten Anwendungen für vollautonome Autos weltweit könnte das autonome Valet Parking, ein intelligentes Parkleitsystem, in Serie gehen. Anfang 2018 wollen Daimler und Bosch als Kooperationspartner ein entsprechendes Pilotprojekt starten. Damit sollen Kunden per App ein Fahrzeug reservieren können, das zur vereinbarten Zeit selbständig am Übergabeplatz vorfährt und auch so zurückgegeben werden kann. Das Fahrzeug sucht sich dann in Schrittgeschwindigkeit selbst einen freien Stellplatz. Mit diesem Kriechtempo wollen die Entwickler auch „viel für das Fahren autonomer Fahrzeuge außerhalb einer Parkgarage“ lernen, so dass das Tempo stufenweise auf 70 km/h bei den Robotertaxis erhöht werden kann. Jedoch werden autonome Autos aber erst einmal noch nicht zu 100 Prozent selbständig sein. Vor Anfang der nächsten Dekade werde es kein serienreifes Robotertaxi geben. Allerdings will Delphi 2019 in Shanghai fahrerlose Autos auf die Straße schicken, die zur Not fernsteuerbar sind.

Dabei ist Geo-Fencing, also die Beschränkung auf ein hochgenau dreidimensional vermessenes Einsatzgebiet, sehr wichtig. Dazu müssen auch Ampeln und andere Signalanlagen vernetzt werden. Ein entsprechendes digitales Testfeld wird gerade in Berlin aufgebaut. Auch heute schon wird der Verkehr vielerorts durch eine Leitstelle kontrolliert. Auf liegen gebliebene Fahrzeuge könnten die Verkehrswächter dann zugreifen. Schon 2011 hatte Daimler mit dem Berliner Fraunhofer Institut ein „Navigationssystem für das Parkhaus“ unter dem Namen E-Valet entwickelt. Mithilfe der Car2X-Kommunikation wurde das Fahrzeug von einem Zentralrechner durch das Labyrinth gelotst. Damals saß jedoch noch ein menschlicher Fahrer hinter dem Steuer, der die Navigationshinweise vom Zentralbildschirm ablas. Problematisch sind bei der intelligenten Infrastruktur noch immer Fragen wie: Ist der weiße Gegenstand auf dem Fahrweg nur eine Plastiktüte oder doch ein Windelkind? Bosch nutzt hierfür zwar noch den Einsatz von Lidar-Scannern im Parkhaus, doch im nächsten Schritt sollen preisgünstigere Hochleistungskameras das Umfeld überwachen. Diese Lösungsansätze lassen sich auch auf den fließenden Verkehr übertragen. Die vollautonomen Autos müssen in allen Situationen wie Wind und Regen ohne Fahrer auskommen. Wahrscheinlich wird daher eine Leitstelle, die sich in kritischen Situationen zuschalten kann, benötigt.


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