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Jan 15

TdL will über Lehrkräfte-Entgeltordnung verhandeln

Die Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) hat sich zu Verhandlungen über eine tarifliche Einordnung der angestellten Lehrer bereit erklärt. GEW und dbb werden allerdings getrennt die Gespräche mit den Ländervertretern aufnehmen, da zwischen beiden Gewerkschaften Differenzen bestehen.

Der Willkür der Länder ein Ende setzen

Für angestellte Lehrkräfte gibt es derzeit keinen einheitlichen Tarifvertrag, der regelt, mit welcher Qualifikation und Tätigkeit Lehrerinnen und Lehrer in welche Gehaltsgruppe eingeordnet werden. Dies führt nicht nur zu Unterschieden im Einkommen zwischen verbeamteten und angestellten Lehrkräften, sondern auch zwischen Angestellten unterschiedlicher Bundesländern, die diese Eingruppierung bisher individuell vornehmen konnten. Das Ziel einer einheitlichen Lehrkräfte-Entgeltordnung hat sich die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) auf ihre Fahnen geschrieben.

GEW stimmt Sondierungsgesprächen zu

Durch Streiks insbesondere in Berlin und Sachsen hatte die GEW versucht, die Länder zu Verhandlungen zu bewegen. Ein Gerichtsurteil hatte außerdem bestätigt, dass die Länder und nicht unbedingt die TdL Verhandlungspartner für die Gewerkschaft seien. Daher hatte die GEW gezögert, auf die späteren Gesprächsangebote seitens der Tarifgemeinschaft einzugehen. Für den 20. Januar ist zunächst ein unverbindliches Sondierungsgespräch angesetzt.

Beamtenbund will Ergebnisse erzielen

Der Deutsche Beamten Bund (dbb) hat ebenfalls einen Termin mit der TdL, allerdings zwei Tage später und ist ergebnisorientierten Verhandlungen nicht abgeneigt. Gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) sagte der Zweite Vorsitzende des dbb, Willi Russ: „Wir streben einen Abschluss mit der TdL an, und dies notfalls auch ohne die GEW.“

Verhandlungen sollen vor Jahresende beendet sein

Die Zeit drängt für konstruktive Verhandlungen, denn bereits im Januar 2015 steht die nächste reguläre Tarifrunde an. Auch wird eine entsprechende Einigung für einige Bundesländer teurer werden, als für andere, denn in Sachsen wird der Großteil der Lehrkräfte im Angestelltenverhältnis beschäftigt, wohingegen in den meisten alten Bundesländern das Beamtentum vorherrscht.


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