Okt 16

Steuerzahlerbund: Kostenlawine durch vergrößerten Bundestag

Im neuen Schwarzbuch vom Bund der Steuerzahler sind wieder zahlreiche Staatsausgaben aufgelistet, bei denen Deutschland aus seiner Sicht Steuergelder verschwendet. Im Bericht sind mehr als 118 Fälle von Steuerverschwendung durch Fehlplanungen, Nachlässigkeiten oder fragwürdige Projekte aufgeführt. Zwar lasse sich die Verschwendung nicht konkret beziffern, doch insgesamt seien es Milliardenbeträge, erklärt der Verband.

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Okt 13

Lehrer verklagen das Land Niedersachsen wegen Überstunden

Durchschnittlich 53 Stunden arbeiten Lehrer nach einer Studie der Uni Göttingen, obwohl die niedersächsische Arbeitszeitverordnung nur 40 Stunden pro Woche vorsieht. Einige Lehrer arbeiten der Studie zufolge sogar bis zu 70 Stunden wöchentlich. Nun wollen zehn Lehrer ihren Dienstherrn, das Land, verklagen. Die bestehende Arbeitszeitverordnung soll geändert werden, fordert die niedersächsischen Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), die die Grundschullehrer und -Leitungen die bei ihrem Gang vor Gericht unterstützt. Auch Klagen von Gymnasiallehrern sollen noch folgen.

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Okt 12

Höhere Sterblichkeit an Wochenenden im Krankenhaus

Forscher der Medizinischen Universität Graz empfehlen im Fachjournal „Critical Care“, möglichst nicht an einem Wochenende auf eine Intensivstation eingeliefert zu werden. Zu diesen Zeiten sei, zumindest in Österreich, die Wahrscheinlichkeit, während des Klinikaufenthalts zu sterben, höher als an Werktagen. Zwar kann die Studie nicht im Detail klären, weshalb dies so ist, doch mögliche Gründe für diese Art von „Wochenend-Effekt“ könnten die schlechtere personelle Ausstattung und ein höheres Arbeitspensum sein.

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Okt 11

Rund ein Drittel Studienabbrecher im ersten Jahr

Vierzig Prozent der Personen im Alter von 30 bis 34 Jahren sollen im Jahr 2020 über einen Bildungsabschluss verfügen, der über die Sekundärschule hinausgeht, so das längerfristige Ziel der europäischen Wachstums- und Beschäftigungsstrategie. Dieser Wert wurde in Deutschland schon vor knapp zehn Jahren erreicht. Deutschland hat sogar nach dem kürzlich veröffentlichten OECD-Bericht „Bildung auf einen Blick 2017“ im internationalen Vergleich die höchste Absolventenquote im MINT-Bereich. So haben im Jahr 2015 rund 37 Prozent der jungen Hochschulabsolventen in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik studiert. Mit steigenden Studentenzahlen steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass die häufig beklagte „Lücke“ bei den hochqualifizierten MINT-Fachkräften geschlossen werden kann.

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Okt 10

Geplante Teuerungsrate der EZB noch nicht erreicht

Obwohl die EZB den Markt mit Geld überflutet hatte, konnte das Ziel einer Teuerung von knapp zwei Prozent im September nicht erreicht werden. So stiegen die Verbraucherpreise im Vorjahresmonat nur um 1,5 Prozent und damit laut den veröffentlichten Daten des Statistikamts Eurostat genauso stark wie im August. Somit kommt der Preisauftrieb gerade zu einer Zeit ins Stocken, in der die Währungshüter über die Zukunft des billionenschweren Anleihekaufprogramms nachdenken, um die niedrige Inflation zu bekämpfen. Derzeit soll der EZB-Rat diskutieren, ob angesichts des Aufschwungs im Euroraum ein Enddatum für die Käufe festgelegt oder nur der monatliche Umfang verringert werden soll. Dabei müsse nach Ansicht des EZB-Chefvolkswirt Peter Praet der Rat vorsichtig bei einer Normalisierung der Geldpolitik vorgehen, um eine Überreaktion der Märkte zu vermeiden.

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Okt 05

Banken müssen bald Konten für Paypal öffnen

Zwischen Banken und jungen Finanztechnologieunternehmen, den sogenannten Fintechs ist ein Streit wegen der neuen EU-Richtlinie für Zahlungsdienste (PSD2), die Anfang des kommenden Jahres in Kraft treten soll, entbrannt. Bis November ist mit einer Entscheidung der Kommission zu rechnen. Danach haben das Europäische Parlament und der Europäische Rat drei Monate Zeit, den endgültigen Entwurf anzunehmen oder abzulehnen. Dennoch werden die Banken ab nächstem Jahr die Konten ihrer Kunden für externe Zahlungsdienstleister wie Paypal öffnen müssen, unklar ist jedoch der Umfang. Dabei ist die Einwilligung des Kunden aber zwingende Voraussetzung.

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Okt 02

Schilfgras als Alternative zu Rohöl

Mit dem von der EU finanzierten Forschungsprojekt namens „Grace“ fließen 15 Millionen Euro in die Erforschung eines alternativen Rohstoffs mit dem umweltfreundliche Produkte hergestellt werden können. Damit könnte man sich von dem Rohöl der Scheichs unabhängiger machen. Hierzu wird mit Nutzpflanzen wie Hanf und vor allem Miscanthus geforscht.

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Sep 29

Methadon in der Krebstherapie umstritten

Nach TV-Berichten über die Universität Ulm soll Methadon, das als Drogenersatz bekannt ist, den Abhängige für den Weg aus der Sucht bekommen, in der Krebstherapie als ein Hilfsmittel sehr gut wirken. Dort wurde Methadon in Zellkulturen und Tierversuchen getestet und als möglichen Wirkverstärker für Chemotherapien betrachtet. In den letzten Monaten jedoch haben Experten mehrerer Fachrichtungen auf die sehr dünne Studienlage hingewiesen und vor verfrühten Hoffnungen und Nebenwirkungen gewarnt. Von einem Einsatz des Schmerzmittels in der Tumortherapie rieten sie klar ab.

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Sep 27

Handel mit Zertifikaten wieder gestiegen

Obwohl ein normaler Mensch von sich aus vermutlich nie auf die Idee käme, seinen Bankberater nach einem Express-Zertifikat mit Memory-Funktion und Airbag zu fragen, verkaufen sich ungewöhnliche Wertpapiere wie Express-Zertifikate und Aktienanleihen nach Angaben der Sparkassen sowie den Volks- und Raiffeisenbanken derzeit sehr gut. So waren bei der Deka-Bank, die für die deutschen Sparkassenkunden Wertpapiere aller Art auflegt, im Juli fast zwei Drittel aller verkauften Zertifikate entweder Express-Zertifikate oder Aktienanleihen. Ähnliches berichtet die DZ Bank, die vor allem für die Kunden der Volks- und Raiffeisenbanken Wertpapiere entwickelt.

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Sep 26

Es ist Zeit für ein bundeseinheitliches Schulsystem

Das Thema Bildung ist in jedem Wahlkampf wichtig, schließlich waren alle Wähler mal in der Schule und die meisten davon haben Kinder oder Enkel, die gerade in die Schule gehen. So überbieten sich die Parteien geradezu mit ihren Forderungen nach „den besten Schulen“ (SPD), „gute Bildung“ (die Linke), „beste Bildung und Ausbildung“ (CDU) oder der „weltbesten Bildung“ (FDP). Doch wie wiederum die meisten Wähler auch wissen, sind dies alles Wahlkampfworthülsen. Nicht nur beim Thema Schule nutzen die Parteiprogramme vor allem Superlative. Doch im Grundgesetz ist mit dem sogenannten Kooperationsverbot eine Regelung verankert, die es dem Bund verbietet, den Ländern insbesondere im Schulwesen große Vorschriften zu machen oder sich einzumischen. Zwar gibt es hierzu Ausnahmen, beispielsweise darf der Bund zwar arme Gemeinden beim Bau von Schulgebäuden unterstützen, doch innerhalb der Klassenzimmer hat der Bund nichts zu suchen.

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