Sep 18

Viele Lehrer sind Medien-Muffel

Die digitale Entwicklung an deutschen Schulen ist derzeit viel diskutiert. So veröffentlichte das Ifo in München erst im September eine Umfrage, nach der die Deutschen ihren Kindern mehr Digitalunterricht wünschen. Auch eine Studienbefragung über „Monitor digitale Bildung“ Schüler, Lehrer und Schulleiter über den tatsächlichen Schulalltag. Hier sind sich zwar eigentlich alle einig, dass die Digitalentwicklung auf jeden Fall Unterrichtsgegenstand sein muss, aber wie stark sich der Unterricht digital verändern soll, ist noch immer umstritten.

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Sep 15

Rechtlich fragwürdige Zulagen für Landtagsabgeordnete

In Rheinland-Pfalz werden nach einer Recherche einige Landtagsabgeordnete neben ihren Diäten rechtlich fragwürdige Zulagen in Höhe von 284.000 Euro ausgezahlt. Insgesamt würden die Fraktionen für bestimmte Funktionen von Abgeordneten rund 437.000 Euro zahlen.

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Sep 14

Ist die Psychoanalyse veraltet?

Die Internationale Psychoanalytische Vereinigung versuchte in ihrem jüngsten Weltkongress in Buenos Aires vorherrschende Vorurteile zu korrigieren. So hört man oft, dass ihre Theorie wissenschaftlich nicht überprüft und ihre Praxis für viele Patienten nicht geeignet sei. In langen Therapien beschäftige sie sich nur mit dem Innenleben und vernachlässige dabei wesentliche soziale Entwicklungen. In dem Weltkongress kam unter dem Leitthema „Intimität“ ein breites Spektrum psychoanalytischer Erfahrungen zur Sprache. Besonders die Beschädigung der persönlichen Intimität und Integrität durch Gewalt, Terror und politische Repression waren präsent, da sich Gewalterfahrungen in das individuelle und kollektive Unbewusste einschreiben und zu massiven Veränderungen des Körper- und Selbstgefühls sowie der sozialen Beziehungen führen können. Sie werden über Generationen hinweg sogar weitergegeben.

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Sep 12

Private Autobahnfinanzierung könnte für den Staat teuer werden

Mit dem von Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) erdachten Modell der privaten Autobahnfinanzierung zur Sanierung der maroden Infrastruktur mit Öffentlich-Privaten Partnerschaften, kurz ÖPP, sollten private Firmen neue Autobahnen betreiben und dafür vom Staat über Jahre festgelegte Vergütungen erhalten. Doch einem großen deutschen Autobahnbetreiber droht die Pleite. Dies kann auch für die Bundesregierung teuer werden, da die Betreiber wegen ausgebliebener Einnahmen inzwischen vor Gericht 778 Millionen Euro vom Bund fordern.

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Sep 11

Deutsche noch immer Kontowechselmuffel

Obwohl es viele gute Gründe dafür gibt, die Bank zu wechseln, bleiben die meisten Deutschen bei ihrer Hausbank, oft ein Leben lang. Trotz steigender Gebühren, ungünstigen Öffnungszeiten und wenig eigenen Geldautomaten haben die wenigsten Verbraucher in jüngster Zeit ihr Konto umgezogen, ermittelt bei einer repräsentativen Umfrage eines Meinungsforschungsinstituts. Selbst die Stärkung der Rechte der Bankkunden beim Kontowechsel vor einem Jahr konnte daran nichts ändern. Die Deutschen sind Wechselmuffel, nur 9 Prozent der Befragten haben in der Umfrage angegeben, in den vergangenen zwölf Monaten ihre Hauptbankverbindung gewechselt zu haben. Dabei war die Wechselbereitschaft bei den 25- bis 34-Jährigen noch am höchsten. Gründe für einen erfolgten Wechsel waren ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis (67 Prozent), ein dichteres Netz an Geldautomaten (27 Prozent) beim neuen Institut und auch eine bessere Erreichbarkeit vor Ort beziehungsweise per Telefon und E-Mail war ein Wechselgrund (je 14 Prozent).

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Sep 08

Robotertaxi soll ab 2022 in Serie gehen

In der Zukunft könnten Leitstellen selbstfahrende Autos unterstützen, indem sie direkt auf diese Fahrzeuge zugreifen, um Liegenbleiber zu vermeiden. Ein entsprechendes Robotertaxi hat Daimler nun mit der Vision EQ Fortwo bereits jetzt vorgestellt. 2022 soll das Modell in Serie gehen. Auf der Internationalen Automobil Ausstellung in Frankfurt (IAA, 14. bis 24. September) räumt Daimler den Fahrerarbeitsplatz gründlich auf. Sogar der Fahrer verschwindet und wird vom Computer ersetzt.

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Sep 06

Zustand der Schulklos als Sinnbild der Bildungspolitik

Jahrelang wurden Schultoiletten ignoriert und vernachlässigt. In den letzten Monaten aber hat sich dies gewandelt. In Wahlkampfzeiten wird dem Schulklo nun besondere Aufmerksamkeit geschenkt und steht wahlweise sinnbildlich für den Zustand der Bildungspolitik oder für die marode Infrastruktur Deutschlands insgesamt. Dennoch ist klar: Jedes verstopfte Schulklo ist in Zeiten von Rekordüberschüssen der öffentlichen Hand – im ersten Halbjahr 2017 rund 18,3 Milliarden Euro – eine Bankrotterklärung der Politik.

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Sep 05

Kostenlose Erstberatung beim Anwalt

Durch das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz und dessen Vielzahl verschiedener Gebühren mangelt es an Transparenz bei der Anwaltshonorarrechnung. Dazu wird der Gegenstandswert der Angelegenheit ebenso herangezogen wie deren Bedeutung für den Mandanten, der zeitliche Aufwand des Anwalts oder auch die Schwierigkeit der Tätigkeit. Damit wird die Anwaltsrechnung schnell unkalkulierbar. Daher sind Kanzleien, die mit „kostenloser Erstberatung“ werben, für Rechtsratsuchende besonders attraktiv. Viele Rechtsanwaltskollegen und Rechtsanwaltskammern schätzen dies jedoch gar nicht und so kommt es immer wieder zum Streit über derartige Dumpingangebote. Eine kostenlose Beratung sei mit dem anwaltlichen Berufsrecht nicht vereinbar.

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Sep 04

Strom und Wärme als Flatrate

Die Cottbuser Wohnungsgenossenschaft eG Wohnen 1902 in Brandenburg will die Kosten für Wärme und Strom in einem Pilotprojekt in die monatliche Mietzahlung pauschal einrechnen. So entstehen derzeit zwei Mehrfamilienhäuser mit Solaranlagen für Wärme und Strom auf den Dächern. Zwar werden Pauschalmieten auch andernorts angeboten, doch die sind eher Ausnahmen in Deutschland.

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Aug 31

Besser in Mathe durch Geschlechtertrennung

Schon seit Jahrzehnten streiten sich Wissenschaftler und Politiker über die richtige Antwort auf die Frage nach möglicherweise besseren Aufstiegschancen von Absolventinnen von reinen Mädchengymnasien. So bezog das Wissenschaftsmagazin Science vor einigen Jahren in der Debatte mit dem Titel „Die Pseudowissenschaft der Monoedukation“ ungewohnt deutlich Stellung. Die Autoren glauben, dass eine „nach Geschlechtern getrennte Erziehung schwer verfehlt“ sei, jedoch „häufig durch schwache, selektive oder missgedeutete wissenschaftliche Behauptungen gerechtfertigt“ werde. Auch deutsche Wissenschaftler stehen der getrennten Unterrichtung kritisch gegenüber. So bezeichnet die Erziehungswissenschaftlerin Hannelore Faulstich-Wieland von der Universität Hamburg getrennten Unterricht als „Dramatisierung von Geschlecht“. Die Trennung unterschlage, dass der Lernerfolg von vielen psychischen und sozialen Faktoren abhänge. Auch sie findet in der wissenschaftlichen Literatur keine Belege für eine bessere Leistung in reinen Mädchen- oder Jungenklassen.

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