Okt 23

Enteignung als Lösung gegen die Krise

Als die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in Basel („Notenbank der Notenbanken“) die Finanzkrise vorhersagte und vor den Folgen der Politik des billigen Geldes warnte, nahmen die anderen Banken und die Politik die Mahnung nicht ernst. Auch heute warnt die vor den Folgen der Politik zu billigen Geldes. So wachsen die Schulden weltweit noch schneller als vor der Krise 2008, Blasen an den Finanzmärkten sind unübersehbar und niemand macht sich deswegen große Sorgen. Es werden angesichts der tiefen Zinsen noch immer Aktien und andere Vermögenswerte gekauft.

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Okt 20

Sinkende Erträge für private Vermieter

Schätzungsweise 60 Prozent aller Mietwohnungen in Deutschland werden von Privatpersonen vermietet. So halten 3,9 Millionen private Haushalte rund 15 Millionen Mietwohnungen. Die meisten dieser Wohnungen sind weder Mietskasernen noch Plattenbauten und auch Mieterhöhungen werden nach einer Studie von 2015 des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung seltener durchgeführt als bei den Konzernprofis. In der aktuellen Untersuchung der Marktforscher vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW), die vom Hauseigentümerverbandes Haus & Grund beauftragt wurde, konnte festgestellt werden, dass nicht nur die Reichen Wohnungen oder Häuser vermieten, sondern alle Einkommensschichten. So vermieten 21 Prozent im obersten Einkommensfünftel und selbst im untersten Einkommensfünftel sind immer noch fast sechs Prozent Vermieter.

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Okt 18

Kaminöfen leisten nur geringen Klimaschutzbeitrag

 

Schon seit rund 400 000 Jahren zünden Menschen systematisch Holz an, um sich an den heißen Flammen zu wärmen und zu kochen, um Feuerrituale abzuhalten oder Fleisch zu grillen. Das echte Feuer im Wohnzimmer vieler Menschen scheint trotz Fußbodenheizung und Elektroherd noch immer unverzichtbar zu sein. Das freut besonders die Kaminöfen-Hersteller. In Deutschland gibt es bereits mehr als 15 Millionen Feuerstellen und Holzheizanlagen, wovon ca. jeder vierte Haushalt Scheitholz, Hackschnitzel oder Holzpellets verheizt. Doch diese steigende Liebe zum Feuer hat auch negative Folgen für die Umwelt. So werden aktuell in Deutschland laut einer Studie der Universität Hamburg jährlich fast genauso viel Holz und Holzprodukte zur Erzeugung von Energie verbrannt, wie laut Bundeswaldinventur im deutschen Wald geerntet wird. Außerdem ist der Rauch aus den privaten Kaminen teilweise schädlicher als die Abgase des gesamten Straßenverkehrs. So liegen nach Berechnungen des Umweltbundesamtes die Emissionen aller „Kleinfeuerungsanlagen“ zeitweise über den Gesamtemissionen der Autos. Dabei ist Holz eigentlich das nachhaltigste Heizmaterial überhaupt, denn es regeneriert sich von selbst. Allerdings ist die Klimabilanz nur dann positiv, so lange weniger Holz verbraucht wird als nachwächst.

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Okt 17

Deutschlands Viertklässler schlechter in Mathe und Deutsch

Ausgerechnet Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) musste die Ergebnisse des Bildungstrends 2016 vorstellen. In dem Bundesland der aktuellen Vorsitzenden der Kultusministerkonferenz verschlechterten sich die Leistungen der Viertklässler in Mathematik und Deutsch seit 2011 deutlich. Doch auch in den anderen Bundesländern gibt es keinen Grund zur Freude. In den Deutsch-Teilbereichen Zuhören und Orthografie sowie in Mathematik haben sich die Viertklässler seit der letzten Erhebung 2011 im Durchschnitt verschlechtert, nur im Teilbereich Lesen sind die Leistungen ungefähr auf gleichem Niveau verblieben.

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Okt 16

Steuerzahlerbund: Kostenlawine durch vergrößerten Bundestag

Im neuen Schwarzbuch vom Bund der Steuerzahler sind wieder zahlreiche Staatsausgaben aufgelistet, bei denen Deutschland aus seiner Sicht Steuergelder verschwendet. Im Bericht sind mehr als 118 Fälle von Steuerverschwendung durch Fehlplanungen, Nachlässigkeiten oder fragwürdige Projekte aufgeführt. Zwar lasse sich die Verschwendung nicht konkret beziffern, doch insgesamt seien es Milliardenbeträge, erklärt der Verband.

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Okt 13

Lehrer verklagen das Land Niedersachsen wegen Überstunden

Durchschnittlich 53 Stunden arbeiten Lehrer nach einer Studie der Uni Göttingen, obwohl die niedersächsische Arbeitszeitverordnung nur 40 Stunden pro Woche vorsieht. Einige Lehrer arbeiten der Studie zufolge sogar bis zu 70 Stunden wöchentlich. Nun wollen zehn Lehrer ihren Dienstherrn, das Land, verklagen. Die bestehende Arbeitszeitverordnung soll geändert werden, fordert die niedersächsischen Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), die die Grundschullehrer und -Leitungen die bei ihrem Gang vor Gericht unterstützt. Auch Klagen von Gymnasiallehrern sollen noch folgen.

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Okt 12

Höhere Sterblichkeit an Wochenenden im Krankenhaus

Forscher der Medizinischen Universität Graz empfehlen im Fachjournal „Critical Care“, möglichst nicht an einem Wochenende auf eine Intensivstation eingeliefert zu werden. Zu diesen Zeiten sei, zumindest in Österreich, die Wahrscheinlichkeit, während des Klinikaufenthalts zu sterben, höher als an Werktagen. Zwar kann die Studie nicht im Detail klären, weshalb dies so ist, doch mögliche Gründe für diese Art von „Wochenend-Effekt“ könnten die schlechtere personelle Ausstattung und ein höheres Arbeitspensum sein.

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Okt 11

Rund ein Drittel Studienabbrecher im ersten Jahr

Vierzig Prozent der Personen im Alter von 30 bis 34 Jahren sollen im Jahr 2020 über einen Bildungsabschluss verfügen, der über die Sekundärschule hinausgeht, so das längerfristige Ziel der europäischen Wachstums- und Beschäftigungsstrategie. Dieser Wert wurde in Deutschland schon vor knapp zehn Jahren erreicht. Deutschland hat sogar nach dem kürzlich veröffentlichten OECD-Bericht „Bildung auf einen Blick 2017“ im internationalen Vergleich die höchste Absolventenquote im MINT-Bereich. So haben im Jahr 2015 rund 37 Prozent der jungen Hochschulabsolventen in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik studiert. Mit steigenden Studentenzahlen steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass die häufig beklagte „Lücke“ bei den hochqualifizierten MINT-Fachkräften geschlossen werden kann.

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Okt 10

Geplante Teuerungsrate der EZB noch nicht erreicht

Obwohl die EZB den Markt mit Geld überflutet hatte, konnte das Ziel einer Teuerung von knapp zwei Prozent im September nicht erreicht werden. So stiegen die Verbraucherpreise im Vorjahresmonat nur um 1,5 Prozent und damit laut den veröffentlichten Daten des Statistikamts Eurostat genauso stark wie im August. Somit kommt der Preisauftrieb gerade zu einer Zeit ins Stocken, in der die Währungshüter über die Zukunft des billionenschweren Anleihekaufprogramms nachdenken, um die niedrige Inflation zu bekämpfen. Derzeit soll der EZB-Rat diskutieren, ob angesichts des Aufschwungs im Euroraum ein Enddatum für die Käufe festgelegt oder nur der monatliche Umfang verringert werden soll. Dabei müsse nach Ansicht des EZB-Chefvolkswirt Peter Praet der Rat vorsichtig bei einer Normalisierung der Geldpolitik vorgehen, um eine Überreaktion der Märkte zu vermeiden.

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Okt 05

Banken müssen bald Konten für Paypal öffnen

Zwischen Banken und jungen Finanztechnologieunternehmen, den sogenannten Fintechs ist ein Streit wegen der neuen EU-Richtlinie für Zahlungsdienste (PSD2), die Anfang des kommenden Jahres in Kraft treten soll, entbrannt. Bis November ist mit einer Entscheidung der Kommission zu rechnen. Danach haben das Europäische Parlament und der Europäische Rat drei Monate Zeit, den endgültigen Entwurf anzunehmen oder abzulehnen. Dennoch werden die Banken ab nächstem Jahr die Konten ihrer Kunden für externe Zahlungsdienstleister wie Paypal öffnen müssen, unklar ist jedoch der Umfang. Dabei ist die Einwilligung des Kunden aber zwingende Voraussetzung.

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