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Dez 12

Beamtenbund will die GDL beim Tarifstreit mit der Bahn unterstützen

Der Deutsche Beamtenbund ist die Dachorganisation, der die GDL angehört. Aufgabe des Beamtenbundes ist zu einem die Verwaltung der Streikkasse, aus der die Lokführergewerkschaft ihre Arbeitskämpfe wie zum Beispiel mit der Deutschen Bahn, finanzieren.

Der Beamtenbund kündigt an, die GDL bei Verhandlungen mit der Bahn weiterhin finanziell zu unterstützen. Zudem droht der Beamtenbund mit einem der angeblich schlimmsten Arbeitskämpfen aller Zeiten, wenn die Deutsche Bahn hinsichtlich der Forderungen der GDL kein Angebot „ohne Vorbedingungen“ unterbreiten sollte. Der DBB-Vorsitzende sagt betreffend zum Tarifstreit, dass alles bisherige im Vergleich mit dem was noch bevorstehen wird nur „Kinderkram“ gewesen ist. Die Lokführergewerkschaft hat bis einschließlich zum 11. Januar 2015 beschlossen, nicht zu streiken.

Sie verlangt von der Bahn eine Lohnerhöhung um zirka fünf Prozent und eine Arbeitszeitverkürzung von zwei Stunden pro Woche. Die Eisenbahn und Verkehrsgewerkschaft EVG fordert für ihre Mitglieder einen höheren Lohn von ungefähr sechs Prozent oder mindestens eine Gehaltssteigerung von rund 150 Euro. Neben den finanziellen und arbeitszeitlichen Forderungen soll auch geregelt werden, welche Gewerkschaft für welche Berufsgruppen Tarifverhandlungen aushandeln darf.

Mit dem verabschiedeten, neuen Gesetzesentwurf zur Tarifeinheit des Bundeskabinetts sehen sich die kleinen Gewerkschaften wie zum Beispiel die GDL in ihrer Existenz bedroht. Das Tarifeinheitsgesetzt sieht vor dass nur die Gewerkschaft mit den meisten Mietgliedern (in diesem Fall die Eisenbahn und Verkehrsgewerkschaft (EVG)) Tarifverhandlungen ausführen darf. Kleine Gewerkschaften befürchten dann kein Mitspracherecht bei Verhandlungen für ihre Berufsgruppen zu haben. Sie sehen in dem Gesetz ein „implizites Streikverbot“.


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