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Nov 18

Beamtenbund kritisiert Fachkräftemangel im öffentlichen Dienst

Nach Angaben des Deutschen Beamtenbunds sind im Bund, Kommunen und Gemeinden ungefähr 170.000 Stellen im öffentlichen Dienst unbesetzt. Eine Berechnung des DBB ergab, dass alleine bei den Städten und Gemeinden ein Fachkräftemangel für rund 140.000 Stellen bestehe.

Zudem prognostizierte der Beamtenbund für die nächsten 15 Jahren eine Personallücke von geschätzt 700.000 Stellen. Aufgrund zunehmender Pensionierungen brauche man eine Personaloffensive, um junge Menschen für den öffentlichen Dienst begeistern zu können, so der DBB Vorsitzende Klaus Dauderstädt. Aktuell bekommen zirka 80 Prozent der Neueingestellten im öffentlichen Dienst nur Zeitverträge. Dies müsse nach Meinung des DBB Vorsitzenden ein Ende finden, um den öffentlichen Dienst attraktiver gestalten zu können.

Der Fachkräftemängel macht sich besonders bei den Kommunen, die Staatsaufgaben übernehmen, bemerkbar. Die DBB Studie zeigt, dass nur noch 22 der bundesweit 430 Kreise und kreisfreien Städte eigene Lebensmittelchemiker beschäftigen. Für  den auszuübenden Beruf ermittelte die Statistik einen Mangel von 1500 nicht besetzten Stellen. Gerade in der Kinderbetreuung sollen ungefähr 120.000 Erzieher fehlen. In den Schulen herrscht ein Mangel von knapp 20.000 Lehrerstellen insbesondere für naturwissenschaftliche Fächer.

Des Weiteren seien 5.000 Stellen bei Feuerwehrleuten, 6000 in Jobcentern, 3000 in Jugendämtern unbesetzt.  Auch bei Finanzämtern und bei den Fachärzten in den Gesundheitsämtern sieht es laut der aufgestellten Studie des DBB düster aus. Die Ursache des wachsenden Fachkräftemangels sei einerseits der gestiegene Personalabbau in den vergangen Jahren sowie eine „nicht attraktive Bezahlung“, laut Beamtenbund.


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