Nov 17

Digitalisierung in der Krankenversicherung läuft sich warm

Nach Jahren ohne Neugründungen in der Versicherungswirtschaft wollen nun ein halbes Dutzend digitale Versicherer in den Wettbewerb um Kundenbeiträge eintreten. Ihre Angebote sollen stärker auf Kunden ausgerichtet und durch digitale Kommunikation und Arbeitsabläufe schneller gemacht werden. Dabei, können sie eine attraktivere Marge einstreichen als digitale Vermittler. Doch die wenigsten haben vorhergesehen, dass ausgerechnet ein digitaler Krankenversicherer die erste Bafin-Lizenz seit einem Jahrzehnt erwerben würde. Die Sparte hat keinen guten Ruf. Weil sie unter dem Niedrigzins leidet, muss sie Beiträge überdurchschnittlich anpassen. Dazu werden seit Jahren öffentlich Reformideen diskutiert, die bis hin zu einer Abschaffung reichen. Aus dem Grund haben sich viele Vertriebe wegen des schwachen Neugeschäfts abgewandt. Aus systemischen Gründen ist der Wettbewerb gering.

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Nov 16

Überraschend mehr Kinder werden geboren

 

Das Bundesfamilienministerium benötigt wegen gestiegener Geburtenzahlen in Deutschland nach einem Zeitungsbericht mehr Mittel für das Elterngeld. Nun seien dem Ministerium 140 Millionen Euro zusätzlich als „überplanmäßige Ausgabe“ bewilligt worden. In einer Unterrichtung des Bundesfinanzministeriums wird der zusätzliche Bedarf mit einer „aufgrund der Geburtenentwicklung verstärkten Nutzung des Elterngeldes“ begründet. Für das laufende Jahr hatte das Familienministerium für diese Leistung 6,4 Milliarden Euro veranschlagt.

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Nov 14

Jamaika-Koalition spielt mit Zukunft der Bundeswehr

Der Bundeswehrverband ist mit den Unterhändlern der Jamaika-Parteien nicht zufrieden. Seiner Meinung nach setzen sie die Zukunft der Truppe aufs Spiel. Mit Grauen habe man die Sondierungsgespräche verfolgt, weil die Verteidigungspolitik und damit die Bundeswehr anscheinend als Verhandlungsmasse zwischen anderen Themen zerrieben werde. Bisher werde die Sicherheitspolitik nicht nur von Grünen und FDP sondern auch von der Union vernachlässigt. Den vier Parteien falle es schwer, sich in diesem elementaren Handlungsfeld klar zu positionieren. „Jamaika spielt mit der Zukunft der Bundeswehr.“

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Nov 13

Immobilienerwerb: Nur was im Notarvertrag steht, zählt

Derzeit stehen die Chancen auf eine Finanzierung des ersehnten Eigenheims dank der Niedrigzinsen gut. Mit Kaufpreisen für Immobilien, die noch vor einigen Jahren als völlig überzogen galten, werden wechseln heute viele Häuser und Wohnungen den Besitz. Und auch bei Anlegern ist die Immobilie aufgrund des begrenzten Angebots an anderen attraktiven Assetklassen begehrter denn je. Daher sind Käufer immer öfter bereit, im Wettbewerb um eine bestimmte Immobilie Kompromisse einzugehen und sich schnell zu entscheiden. Dem Käufer bleibt immer weniger Zeit, sich möglichst umfassend über die zu erwerbende Immobilie informieren und die zum Kauf erforderliche Abwägung vorzunehmen.

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Nov 10

Künstliche Gebärmutter außerhalb des Mutterleibs rettet Frühchen

Die Sterblichkeit von Babys, die nach 22 Schwangerschaftswochen mit einem Gewicht von weniger als 500 Gramm geboren werden, ist selbst in der westlichen Welt noch immer hoch und bei vielen Kindern bleiben gesundheitliche Schäden zurück. Erst ab der 28. Schwangerschaftswoche sinkt das Risiko gesundheitlicher Schäden erheblich. Wissenschaftler haben nun eine künstliche Gebärmutter außerhalb des Mutterleibs entwickelt und diese bereits mit unreifen Lämmern getestet.

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Nov 08

Alte Verbrechen können durch DNA-Analyse häufiger aufgedeckt werden

Fast dreißig Jahre nach einer schweren Vergewaltigung mit versuchtem Mord, konnte die Polizei Aschaffenburg nun endlich einen Verdächtigen festnehmen. Möglich wurde dies mit neu ausgewerteten DNA-Spuren. Die Klärung eines solchen Falles sei „etwas ganz Besonderes“, so die Polizei Aschaffenburg. Tatsächlich kommt es nicht häufig vor, dass jahrzehntealte Kriminalfälle über DNA-Analysen doch noch gelöst werden. Obwohl das bayerische Landeskriminalamt (LKA) schon seit 2001 mit dieser Mikrospurenmethode arbeitet, wurden seitdem nur 20 Altfälle mit neuer Technik analysiert, denn die Arbeit ist teuer und zeitintensiv. Und ob ein Täter ermittelt werden kann, hängt nicht ausschließlich von Laborergebnissen ab.

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Nov 07

Osteuropäische Mediziner im Hungerstreik

Etwa vier Wochen nachdem einige wenige junge Ärzte auf Isomatten im Foyer einer Warschauer Kinderklinik mit Transparenten auf denen „Hungerstreik!“ stand, campierten, finden ähnliche Aktionen in allen größeren Städten Polens statt. In Breslau, Danzig, Krakau und Stettin treten junge Ärzte wegen der miserablen Arbeitsbedingungen für Assistenzärzte in den Hungerstreik, Medizinstudenten demonstrieren und Ärztevereinigungen oder private Arztpraxen unterzeichnen Solidaritätsaufrufe mit den Streikenden.

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Nov 06

Erstmals selbstfahrender Bus in Bayern unterwegs

Dutzende chinesische und deutsche Fernsehteams verfolgten Ende Oktober im niederbayerischen Kurort Bad Birnbach bei Passau ein klobiges Gefährt im Schritttempo. Dort startete die Bahn mit „Ioki“, einem automatischen, fahrerlosen Bus auf Deutschlands Straßen in „ein neues digitales Verkehrszeitalter“, freut sich die Deutsche Bahn AG. Der Bus, der nun zwischen Kurgelände und dem rund einen Kilometer entfernten Ortskern fährt, sieht nicht gerade windschnittig aus. In ihm haben bis zu acht Passagiere Platz. Er ist keine fünf Meter lang und seine Reifen sind nicht viel größer als die eines Kinderrads.

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Nov 02

Immer mehr herrenlose Gebäude in Deutschland

Während in den Großstädten um Wohnraum gerungen wird und die Preise stetig steigen, stehen nahe der polnischen Grenze Wohnhäuser, alte Fabriken, Postämter und Bahnhöfe leer und rotten vor sich hin. Zwar haben die meisten von ihnen noch nominell einen Eigentümer, doch immer mehr Gebäude gehören niemandem mehr. Vor allem in den neuen Ländern gebe es zahlreiche Fälle von herrenlosen Häusern, erklärt der Deutschen Städte- und Gemeindebund. So suchten Thüringen und Sachsen schon nach Lösungen hierfür.

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Okt 30

Erst Mitte 2019 werden erste Zinserhöhungen erwartet

Die Europäische Zentralbank (EZB) pumpt weiterhin hunderte Milliarden Euro in die Märkte, auch wenn das Tempo abgesenkt wurde. Ab Januar 2018 wird die EZB für 30 Milliarden Euro pro Monat Anleihen ankaufen und halbiert damit die bisher aufgewendeten 60 Milliarden Euro pro Monat. Doch auf eine Dauer des neuen Ankaufsprogramms legte sich die EZB nicht fest. Es werde bis auf weiteres weiter laufen, möglicherweise damit auch unbegrenzt. Das angepeilte Gesamtvolumen erhöhte sich damit bis Ende September 2018 nochmals um mindestens 270 Milliarden auf 2,55 Billionen Euro. Die Leitzinsen blieben auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent.

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